Arbeitsbereich: Öffentlicher Raum / Kunst am Bau

  • Das Schimmern der Bruchstelle

    Das Schimmern der Bruchstelle

    Zuviel, viel zu viel … die Ereignisse überlagern sich. Eine Einordnung fällt schwer. Die Zeit wird langsamer, sie kristallisiert und zerbirst im nächsten Moment, um umso rasanter voran zu schreiten.

    Überdimensionale, kristalline Formationen schaffen eine höhlenartige Atmosphäre, die das Auge fordern. Spitz zulaufende Strukturen, kantige Objekte und blasenförmige Gebilde drängen sich dicht an dicht. Licht bricht sich an transparenten Flächen, spiegelt sich auf glänzenden Oberflächen – ein flirrendes, beinahe chaotisches Spiel aus Farbe und Form reizt die Sinne.

    Im Zentrum: zwei Hirschkäfer im stillen, starren Ringen um das Territorium.

  • verloren

    verloren

    Für verloren wurden Figuren aus ungebranntem Ton im Umfeld des Neuen Museums Nürnberg platziert. Ihr langsames Verschwinden ließ sich über die Überwachungskameras verfolgen.

  • Wandler im Sonnenlicht

    Wandler im Sonnenlicht

    Drei Gestalten wandern durch eine Blumenwiese im Zoo Dresden. Ihre goldenen Gesichter fangen das Sonnenlicht ein. Sie sind auf der Suche – begleitet und umschwirrt von Bienen mit demselben Ziel. Gemeinsam folgen sie dem Licht, sammeln, was die Sonne schenkt, und wandeln es in neues Leben.

    Das Skulpturenensemble besteht aus drei Figuren, die eine stille Bewegung andeuten. Ovale, schräg aufgesetzte Messingplatten an ihren Oberkörpern reflektieren das Sonnenlicht und schützen zugleich die darunterliegenden Nistgänge.

    Als eigenständige Wesen schreitet die neue Gattung der Wandler im Sonnenlicht durch den Zoo Dresden – ein Lebewesen, das in Symbiose mit seiner Umgebung und im Einklang mit den für den Menschen so wichtigen Insekten steht.

  • Zeit

    Zeit

    Ein Kreis wurde bei Bilbao in den Sand gegraben. Die Gezeiten überfluteten ihn und lösten seine Form schließlich auf.

  • three times two cubes

    three times two cubes

    Drei mal zwei Würfel aus Draht, befestigt mit Kabelbindern an einen Fahrradständer, stellen eine Besetzung und Umfunktionierung des Ortes dar.

    Durch den ursprünglichen Gebrauch als Abstellmöglichkeit, Unvorsicht und auch Vandalismus veränderte sich das Objekt über einen Zeitraum von einem Monat.

  • Sieben Hopfenstangen

    Sieben Hopfenstangen

    Sieben in einer Reihe stehende Hopfenstangen wurden in den kleinen Hof gesetzt, der vom ehemaligen Außengelände der Villa übrig geblieben ist. Die Hopfenstangen, die zuvor jahrzehntelang auf einem Feld im fränkischen Umland standen, stehen in enger Wechselwirkung mit dem historischen und dem räumlichen Kontext des Ortes. Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Nürnberg zeitweise als weltweit größte Hopfenhandelsmetropole. In der Marienvorstadt wurde einst der im Nürnberger Land produzierte Hopfen getrocknet und gehandelt.

    Ihrem ursprünglichen Kontext enthoben und skulptural aufgestellt gliedern die Stangen zum einen die östliche Fassade der Kunstvilla. Zum anderen bewegen sie sich mit Öffnen des Raum hin zur Fassade und attackieren diese, um dann zur Stützmauer zurück zu weichen und großzügig Raum zu schaffen. Es ergibt sich ein begehbarer Raum innerhalb der Skulptur. Außen- und Innenraum verschränken sich.

  • geformtes Wasser

    geformtes Wasser

    Der Versuch, einem fließenden Bachlauf mit einem Metallblech eine Form aufzuzwingen – einen stehenden Strudel –, wurde zu einem Dialog mit dem Wasser. Das Blech musste verformt, eingebracht und immer wieder verändert werden, bis sich der Strudel bildete. Dieser Dialog und das allmähliche Verstehen der Strömung erwiesen sich als die eigentliche Arbeit.

  • Schüttung Roter Main

    Schüttung Roter Main

    Auf Streifzügen entlang des Oberlaufes des Roten Main sammelte der Künstler Ulrich Stolz vom Fluss verfrachtetes Material. Aus dem Prozess des Sammelns entstand so das Kunstwerk Schüttung Roter Main. Flaschen, Plastikteile, Schwemmholz, Pflanzenreste, Eintragungen aus landwirtschaftlichen Flächen usw. häuften sich an. Ein Hügel entstand der den heutigen Zustand der Natur und insbesondere den des Ökosystems Roter Main veranschaulicht.

  • Datenvielfalt

    Datenvielfalt

    Ein Magnetband, welches als Speichermedium im Rechenzentrum verwendet wird, symbolisiert die riesigen Datenmengen, die für Wissenschaft und Innovation in der heutigen Zeit unverzichtbar sind. Statt im Verborgenen zu bleiben, treten die Daten aus dem Rechenzentrum hervor, in Anlehnung an die Open-Science-Politik der Helmholtz-Gemeinschaft. Sie strömen, in einem auf übermenschliches Maß vergrößerten Magnetband, den Hang in Richtung Bürogebäude hinab. Die Magnetband-Welle ergießt sich über die Blumenwiese und bricht sich in einer Gischt an den querstehenden Hecken.

    Das schwarze Band beschreibt mit einer lockeren, leichten Linie den Raum zwischen den Gebäuden und hat gleichzeitig durch seine Größe und die hangabwärts gerichtete Dynamik eine beeindruckende Präsenz. Das aus mehreren Blickwickeln wahrnehmbare und erlebbare Kunstwerk geht über die reine Plastik hinaus und begreift den Raum als Ganzes. Die Pflanzung wird Teil des Kunstwerkes und verfolgt neben raumbildenden und ästhetischen Aspekten das Ziel, einen Ort für Menschen, Tiere und Pflanzen zu schaffen. Die zusätzlich Schnitthecken, die Erweiterung der Blumenwiese, mit regionalem Saatgut, wie auch der trockene Magerstandort sind Lebensräume, welche den Erhalt der Artenvielfalt unterstützen. Das Kunstwerk wird zu einem Ort, der im Sinne des Helmholtz-Zentrums, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft sichert.