Ansicht 1 der Arbeit „Brassica napus 3“

Brassica napus 3

AdBK Nürnberg, Jahresausstellung

2013

Rapssamen, Rapsöl, gelber Lack, Holz

Ein in Rapsöl getränktes Tuch, von Decke bis Boden reichend, verengt den Raum zu einem schmalen Durchgang und schafft ein Gefühl der Beklommenheit. Der Betrachter weicht intuitiv vor der öligen und klebrigen Oberfläche zurück. Durch die Situation des schmalen Durchgangsbereichs und der Unachtsamkeit des Besuchers wurden im Laufe der Ausstellung die Rapssamen über den Boden verteilt, es entstand so eine immer unsicherer zu begehende Oberfläche.

Die gelbe Lackierung des Brettes zeigt exemplarisch Rapsanbauflächen an einem Ausschnitt Deutschlands und veranschaulicht in dieser Form den immensen Flächenbedarf dieses Rohstoffs. Raps verschlingt nicht nur Fläche, sondern benötigt zudem Unmengen an Wasser und Nährstoffen. Es drängt sich der Gedanke auf, dass selbst erneuerbare Energien kein unerschöpfliches Gut sind, welches bis in alle Ewigkeit Energie aus dem Nichts produzieren kann.