
Sieben Hopfenstangen
Kunstvilla Nürnberg
2014
Hopfenstangen, Drahtseile
Höhe 6m
Sieben in einer Reihe stehende Hopfenstangen wurden in den kleinen Hof gesetzt, der vom ehemaligen Außengelände der Villa übrig geblieben ist. Die Hopfenstangen, die zuvor jahrzehntelang auf einem Feld im fränkischen Umland standen, stehen in enger Wechselwirkung mit dem historischen und dem räumlichen Kontext des Ortes. Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Nürnberg zeitweise als weltweit größte Hopfenhandelsmetropole. In der Marienvorstadt wurde einst der im Nürnberger Land produzierte Hopfen getrocknet und gehandelt.
Ihrem ursprünglichen Kontext enthoben und skulptural aufgestellt gliedern die Stangen zum einen die östliche Fassade der Kunstvilla. Zum anderen bewegen sie sich mit Öffnen des Raum hin zur Fassade und attackieren diese, um dann zur Stützmauer zurück zu weichen und großzügig Raum zu schaffen. Es ergibt sich ein begehbarer Raum innerhalb der Skulptur. Außen- und Innenraum verschränken sich.